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Maria Klein – eine Partnervermittlerin erzählt
Mittwoch, Februar 10th, 2010Planet Wissen (PW): Die Heiratsannonce und auch die klassischen Partnerschaftsagenturen haben durch die Internet-Partnerbörsen Konkurrenz bekommen. Haben Sie das gespürt, als im Internet die Partnersuche losging?
Maria Klein (M.K.): Ja, das haben wir sehr gespürt. Gehalten haben sich nur die großen, etablierten Partnervermittler. Zum Glück wurde das bereinigt, kann man auch sagen, weil teilweise jeder Versicherungsagent dann auch noch Partnervermittlung gemacht hat. Aber seit ein paar Monaten läuft es wieder richtig gut.
PW: Wie erklären Sie sich, dass trotz Internet, Kunden wieder zu Ihnen kommen?
M.K.: Erstens weil sie bei mir einen Menschen haben, mit dem sie kontinuierlich Kontakt haben. Es kostet auch Zeit, die ganzen Profile im Netz durchzusehen, da kommen Leute zu mir, denen ist das einfach zuviel. Die wollen auch nicht 20 Dates haben, sondern einige wenige. Zweitens erzählen mir auch einige, die es im Internet versucht haben, dass sie die Erfahrung gemacht haben, dass sich manche nicht entscheiden können. Man hat ein Date und gleich danach geht man ins Netz und schaut, ob nicht wieder jemand Neues geschrieben hat, der vielleicht noch besser ist. Wenn jemand über ein Jahr im Netz niemanden findet, dann kann er sich vielleicht nicht entscheiden. Bei einer klassischen Partnervermittlung passiert einem das weniger. Denn ich lerne denjenigen mit jedem Date besser kennen, denn danach gibt es ein Gespräch: Warum gefällt die Person nicht, die ich ihm vorgestellt habe, was ist schiefgelaufen… Da kann ich Tipps geben und weiß außerdem besser, was derjenige sucht.
Zweite Chance für die Liebe
Freitag, Januar 15th, 2010Und fragen Sie sich, was aus einer Liebe oder Schwärmerei von damals geworden ist? Erinnern Sie sich an Ihre Sandkastenliebe oder an das Herzklopfen beim ersten Freund oder Freundin? Wollen Sie wissen, was aus der Bekanntschaft aus der Schulzeit, der Uni oder aus der kurzen Urlaubsliebe geworden ist?
Oder haben Sie Ihre große Liebe der Vergangenheit schon selber ausfindig gemacht und könnten sich vorstellen, das erste Wiedersehen mit der Kamera begleiten zu lassen?
Partnervermittlerin: „Viele Singles tun alles, um einen Partner zu finden“ welt am sonntag
Montag, Dezember 17th, 2007Partnervermittlerin: „Viele Singles tun alles, um einen Partner zu finden“ welt am sonntag
In den USA gibt es erstmals mehr Singles als Verheiratete. Und eine Studie aus England zeigt: Vor 30 Jahren waren 85 Prozent der 20- bis 30-jährigen Frauen verheiratet. Heute sind es weniger als ein Drittel. WELT.de hat sich bei Partnervermittlerin Maria Klein nach den Ursachen erkundigt.
Maria Klein: Es gab mal eine Zeit, da war es cool, Single zu sein, eine Art Volkssport. Heute ist das nicht mehr der Fall. Viele Alleinstehende tun alles, um einen Partner zu finden.
WELT.de: Das Internet bietet eine zusätzliche Möglichkeit, sich kennen zu lernen. Eigentlich müssten sich doch mehr Paare finden als vor der Entdeckung des World Wide Web.
Maria Klein Das Problem ist: Je mehr Leute man kennen lernt, desto schwieriger ist es, sich zu entscheiden. Die Liebe geht darüber aber manchmal verloren. Die Singles legen sich – vor allem mit zunehmendem Alter – nicht mehr auf einen Partner fest. Zuerst wollen sie noch 30 andere treffen.
WELT.de: Einige Soziologen geben einen weiteren Grund an: Selbstbewusstsein habe heute nichts mehr mit Kinderkriegen oder Heiraten zu tun.
Maria Klein Früher definierten sich Frauen sicher mehr über den Mann. Sie wählten oft ältere Männer als Partner. Das ist heute seltener der Fall. Die Männer bevorzugen aber immer noch jüngere Frauen.
WELT.de: Ist die Emanzipation schuld?
Maria Klein Es hat sich mächtig was geändert. Im Leben der Frauen hat es eine Revolution gegeben. Bei den Männern nicht.
WELT.de: Gibt es denn Hoffnung, dass der Singletrend ein Ende findet?
Maria Klein Klar! Wir müssen flexibler werden. Ich bemerke da einen Unterschied zwischen Kunden aus der Schweiz und aus Deutschland. Die Schweizer würden niemanden aufgrund seiner Körpergröße ablehnen. Die Deutschen schon. Die Schweizer setzen sich in den Zug oder fliegen zu einer Verabredung. In Deutschland ist bei 20 Kilometern die Grenze.
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